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Der Mechatroniker (Marc Stutz)

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"Es funktioniert": Konfirmand Marc Stutz

„Stairway to heaven“, denke ich, als wir die schmale Treppe hochsteigen. Der ausgebaute Dachstock, in den wir eintreten, geht als Miniatur-Paradies für Jugendliche durch.

Am Querbalken ist ein Fernseher montiert, in der Ecke steht ein Schlagzeug. Eine Laufschrift blinkt in roten Lettern: MARC STUTZ COOL BOY. Auf dem Schreibtisch versammelt sich High Tech: Thermometer, Taschenrechner, Telefon usw. An den Wänden hängen Poster von 007, Formel 1-Fahrer Kimi Räikkönen, Autos. Autos. Auf sie lenkt Marc nun mein Augenmerk: „Vor allem Mercedes hat mich immer fasziniert, weil das eine exklusive Marke ist. Die Autos sind schön und auch nicht gerade langsam.“ Bei Mercedes wird Marc nach Abschluss der Sek. A im kommenden Sommer auch seine Lehre beginnen. Letztes Jahr schnupperte er dort als – ja! – Lastwagenmechatroniker – „da hat man mehr mit Elektronik zu tun als ein normaler Mech“, erklärt Marc das seltsame Wort. Kurz vor Weihnachten hat er den Lehrvertrag unterschrieben. Dass Tage später noch eine andere Firma anrief, erfüllt ihn mit Genugtuung.

Was er vorhabe im Leben, frage ich. „Jeder hat Träume“, lautet die abgeklärte Antwort. „Meiner wäre, Autorennen zu fahren. Im Gokart habe ich mal ein Rennen gewonnen, der Pokal steht unten. Doch mehr werde ich da kaum erreichen. Ich hoffe, bei Mercedes bleiben und mich zum Werkstattchef hocharbeiten zu können. Oder als Mechaniker bei einer Transportfirma tätig zu sein. Und heiraten und Kinder haben, das möchte ich auch.“ Militär? „Ich wäre nicht böse, wenn ich gehen müsste“, formuliert Marc subtil, „doch eher nicht als Motfahrer, ein wenig Abwechslung vom Beruf wäre nicht schlecht. Tambour vielleicht.“ Übst du viel?, frage ich mit Blick auf das imposante Schlagzeug. „Nicht mehr so viel, aber es funktioniert, wie du hörst.“ Er legt eine CD der „New Beetles“ auf, der Schulband, in der er spielt. Den ersten Auftritt hatten sie beim Schulfest 2005 im Kirchgemeindehaus. Letztes Jahr stand das Fest unter dem Motto „VIP Ball“. Marc erschien als Blues Brother in dunkler Schale.

Selber machen, selber steuern


„Die werde ich auch an der Konfirmation tragen“, sagt er und zeigt mir ein Foto. Was ihm die Konfirmation bedeute, frage ich. Die Antwort ist nüchtern: „Abschluss der kirchlichen Ausbildung, die mit der Taufe begonnen hat.“ Glaubst du an Gott? „Eine höhere Macht gibt es wohl schon. Als Kind hatte ich so ein Bild: Dort oben im Himmel steht eine lange Kirchenbank, darauf sitzt zuvorderst Gott, dann folgen alle Verstorbenen, auch mein verstorbener Grosspapi sitzt irgendwo da oben, und irgendwann reiht man sich selber da ein.“ Gefallen dir unsere Gottesdienste? „Manchmal ist es langweilig, manchmal auch noch lustig. Der Gottesdienst nach dem Konflager hat mir gefallen.“ Weshalb? „Da konnten wir selber etwas machen. Und die Musik war cool. Die Organistin hat ‚Lady in black’ von Uriah Heep gespielt, das tönte gut auf der Orgel.“ Deine Wünsche an die Kirche also: Einbezug der Leute und coolere Musik? „Ja.“

Marc hat eine tiefe Verbindung zu Schwamendingen. Hier lebt er, seit er am 29. November 1991 zur Welt gekommen ist. Hier ist er zuhause. „Es gibt zwar andere Gegenden, die gut aussehen“, sagt er, „aber ich fühle mich verbunden mit diesem Ort.“ Ortsbindung schliesst Mobilität nicht aus. Im Gegenteil: Im weiteren Verlauf des Gesprächs erzählt Marc von der Modelleisenbahn im Keller, Trainings am Flugsimulator, einem Flug mit einer alten Militärmaschine, bei dem er selber ans Steuer durfte, einem Roboter, einem Fahrzeugplaner im Internet, mit dessen Hilfe er das nächste Auto der Eltern schon mal zusammengestellt hat. Marc interessiert sich für alles, was sich bewegt. Weshalb eigentlich? „Gute Frage“, sagt er und denkt nach. „Weil man selber etwas steuern kann“, fährt er dann fort.

Andreas Fischer

Erschienen in: Kirchenbote lokal Nr. 12 vom 8.6.2007

 
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