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Liv Kägi (Die Lebendige)

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Porträt von Liv Kägi, die derzeit noch als Vikarin in unseren Gemeinden tätig ist und nach ihrer Ordination im Sommer ein Teilzeitpensum als Pfarrerin übernehmen wird.

«Liv», sagt Liv, «ist Schwedisch und bedeutet Leben. Meinen Eltern gefiel der Name, und auch mir selber ist er bedeutsam geworden, auch im Zusammenhang mit dem Pfarramt. Dass es hier um das Leben als Ganzes geht, ist meine Motivation für diesen Beruf.»
Liv ist in Wädenswil als jüngstes von drei Geschwistern aufgewachsen. Innerhalb der Geschwisterreihe gilt sie als die Verträumte und künstlerisch Begabte. Sie spielte von klein auf Klavier, malte viel, das machten schon die Grossmutter und die Urgrossmutter. Später besuchte sie ein Kunstgymnasium.
Im Studium ist ihr das Thema der Freiheit wichtig geworden. Ihre Masterarbeit, die sie eben abgeschlossen hat, handelt von der Freiheit der Frauen in der Exodusgeschichte. Nicht zufällig ist es eine exegetische Arbeit, Liv, die früher mit der Bibel nicht viel anfangen konnte, hat im Studium über die Exegese spannende Zugänge zum Buch der Bücher gefunden. «Da gibt es viel zu entdecken, da gehen einem neue Welten auf.»
Das gilt besonders für die feministische Perspektive, die in Livs Generation anfänglich «total out» gewesen sei. Nicht relevant und unwissenschaftlich sei das, fanden ihre Studienkolleginnen, das brauche es nicht. Nur im stillen Kämmerlein habe sie sich zunächst mit feministischer Literatur befasst, «doch ichmerkte, dass mich das betrifft, dass mich das etwas angeht». Inzwischen ist sie damit in guter Gesellschaft, feministische Ansätze werden auch an der Universität wieder besprochen.

Pfingstbrausen und Leben im Karsamstag
Liv erzählt von einem Frauen-Intergenerationen-Treffen, bei dem es um die Frage ging, ob es ein spezifisches Frauenwissen gibt und wie dieses weitergegeben wird. An Pfingsten letzten Jahres nahm sie an einer Feier bzw. einem «Brausen» der Frauenkirche Zentralschweiz teil. «Der Zyklus des Kirchenjahrs mit den immer wiederkehrenden Festtagen, die doch auch immer wieder anders sind, ist mir wichtig», sagt sie. «Besonders bedeutsam ist für mich der Karsamstag, in gewissem Sinn befinden wir uns ein Leben lang im Karsamstag, der Karfreitag ist schon geschehen, und manchmal taucht Ostern auf, manchmal ahnt man, dass es so etwas gibt wie ein österliches Leben.»
Mit diesem österlichen Leben mag auch zu tun haben, wenn die künstlerische Seite von Liv wieder auftaucht nach Jahren, in denen sie vor dem Computer sitzend keine Musse mehr fürs Malen hatte. 2010 unternahm sie eine halbjährige Asienreise, besuchte die Mongolei und weilte danach drei Monate lang in Südindien, wo sie als Freiwillige in einer Schule mitarbeitete. Was sie gern mache, fragte man sie. Malen, antwortete sie. Fortan bemalte sie die Schulwände mit Dschungellandschaften und Unterwasserwelten.
Wo ihr Herz brenne? Das Entdecken von Neuem, noch nicht fertig Gedachtem mache sie glücklich, antwortet Liv, überhaupt im Leben und auch in der exegetischen Arbeit und auch beim Predigen. «Ich predige gern, dieses ganze Mischmasch, dieses Gemisch von Uraltem, in dem man für heute Relevantes entdeckt, das interessiert mich.» Doch vielleicht sei das noch mehr als beim Predigen im Austausch mit anderen möglich, es gluschte sie, sich mit Erwachsenen über theologische Themen auseinanderzusetzen.

Skilehrerin, Käserin, italophil
Und übrigens habe sie auch schon als Skilehrerin in St. Moritz gearbeitet, das Engadin liebe sie überhaupt, das sei ihre zweite Heimat. Und auf einer Geissalp sei sie auch schon gewesen, im Tessin, zwei Monate lang, mit Käsen und so, das sei megalässig gewesen. Und, nicht zu vergessen, sie sei italophil. Ein Studienjahr habe sie in Rom verbracht, bei den Waldensern, das sei eine unglaublich lebensfreudige Zeit gewesen. Eine lehrreiche auch, der Kontakt mit der weltweiten Kirche, wo ein indischer Priester die Eucharistie in der genau gleichen Form zelebriere wie der deutsche. Die Gespräche mit den erzkonservativen Priesterkandidaten. Oder die Begegnung mit der mexikanischen Nonne, die sich, weil in Mexiko doch alles farbig ist, unerlaubterweise gern schminken würde.

Andreas Fischer

 
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