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Predigtreihe UNSER VATER

Vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unsern Schuldigern



Vergebung als soziale Spielregel: Befreien wir uns von Schuldgefühlen und Schuldzuweisungen!


Die fünfte Bitte des «Unser Vater» lautet: «Vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.» Damit bekennen wir uns als menschliche Gemeinschaft zu Gott und zu seinem Erlösungsplan: Gott selbst vergibt, weil sein Sohn Jesus Christus als Mensch geboren wurde, eine selbstbestimmte Lebensgestaltung vorlebte und menschliches Zusammenleben lehrte.
Gott ist derselbe Gott, Vater und Sohn, der sich mit der Empfindung eines Menschen von Menschen im Stich lassen, verleugnen, verraten, anschuldigen, foltern, verurteilen und hinrichten liess. «Nach der Auferstehung trat Jesus zu den elf Jüngern und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.» (Matthäus 28, 18)

Menschliche Verantwortung

«Dann trat Petrus zu ihm und sagte: Herr, wie oft kann mein Bruder an mir schuldig werden, und ich muss ihm vergeben? Bis zu siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir, nicht bis zu siebenmal, sondern bis zu siebenundsiebzigmal.» (Matthäus 18, 21-22)
Es ist Petrus, der hier die Definitionsmacht übernimmt: Sein Bruder sei an ihm schuldig geworden. Verantwortlich ist Petrus jedoch nur für sich selber. Selbstverantwortung gibt uns Handlungsfreiheit. Wenn uns etwas wurmt, dürfen und sollen wir handeln. Es braucht Mut, auf den andern zuzugehen und ihm zu sagen, dass wir uns von ihm verletzt fühlen, dass für uns etwas nicht in Ordnung ist.
Es kann durchaus sein, dass die andere Person uns gleich nochmals zurückweist und missachtet. Aber auch dann: Sie hat die Chance bekommen zu reagieren, die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.

Menschliche Unzulänglichkeit

Auf den Bruder zugehen heisst, offen sein für den anderen als Menschen, für seine Perspektive. Wir können sein Handeln verstehen, ohne es gutheissen zu müssen. Wie Petrus sich über seinen Bruder beklagt, ahnt er noch nicht, dass er sich später in Getsemani nicht gegen den Schlaf würde wehren können, als der immer traurigere und mutlosere Jesus ihn darum bitten würde, einfach da zu sein. (Matthäus 26, 36-46)
Und im Hof des Palastes, wo der Hohe Priester Jesus verurteilen und misshandeln lassen würde, da würde die Angst des Petrus vor der Willkür der Menschen übermächtig werden. Er würde nicht mehr zu seiner eigenen Überzeugung stehen können: «Petrus aber sass draussen im Hof. Und eine Magd trat zu ihm und sagte: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer. Er aber leugnete es vor allen und sagte: Ich weiss nicht, wovon du sprichst!» (Matthäus 26, 69-70)
Die Verstörung der Menschen, selbst des Petrus, durch die Ereignisse in Jerusalem hatte ihren Sinn: Nur nach Karfreitag konnte Ostern werden. Gott selbst hatte das Geschehen bestimmt und die Verantwortung für seinen Erlösungsplan übernommen. Dank der konsequenten Verwirklichung dieses Plans sind die Menschen trotz eigener Unzulänglichkeit frei, liebevoll mit sich und anderen umzugehen: «Seid gütig zueinander, seid barmherzig und vergebt einander, wie auch Gott euch in Christus vergeben hat.» (Epheser 4, 32)

Ruth Floeder-Bühler

 
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Kirchenzentrum Saatlen, Saatlenstrasse 240, Nora Wittlinger
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